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Rührige Damen erzählen und spielen Bibelgeschichten

Eslarn. Eine kindgerechte Theateraufführung von einer überlieferten Geschichte aus der Bibel und eine kreative Bastelstunde standen beim Kinderbibelnachmittag im Pfarrheim "Sankt Marien" auf dem Stundenplan. Zuvor erhielt jedes der 32 Kinder von Inge Werner ein Namensschild, damit jeder den anderen beim Namen nennen konnte. Im Mittelpunkt des Treffens stand eine Geschichte aus einem dickem Buch, der Bibel, in der viele zusammenhängende Begebenheiten und viele Wunder überliefert wurden. Da sich Gott nicht nur für die Seele, sondern für den ganzen Menschen interessiert, ist es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Bibelstellen nicht nur um Himmel und das Leben nach dem irdischen Tod drehen, sondern sich um die Freuden und Sorgen des irdischen Lebens, vor allem um die wichtigsten Bestandteile der Gesundheit des Menschen beschäftigen. An eine dieser wundersamen Begebenheiten erinnerte auf spannende und kreative Weise der Bibelkreis. Im Pfarrheim schlüpften Doris Wild, Agnes Härtl, Sonja und Lea Spangler, Manuela und Veronika Klug, Kathrin Kulzer und Silke Singer in die einzelnen Rollen und spielten kindgerecht die Überlieferung aus der Bibel nach. Das Szenenbild zeigte Jesus mit den Jüngern und eine Griechin, die Jesus um Hilfe für ihr krankes Kind bat. Die Mutter hatte auch als Nichtchristin ein unwahrscheinliches Vertrauen in Jesus. Die Beharrlichkeit und Ausdauer der Frau für die Gesundheit ihres Kind alles zu versuchen, überzeugte Jesus. Ohne nach Sicherheiten und Beweisen zu fragen, glaubt die Frau an die Heilung ihres Kindes und war zu Hause von großer Freude erfüllt. Vor allem Kinder sind für den Menschen fester und geliebter Teil des Lebens, ob es nun die eigenen, die in den Gemeinden oder die im Freundeskreis sind. In der anschließenden Diskussion stellten die Damen den wahren Glauben und die Hilfsbereitschaft in den Fokus. "Jeder sollte gegenüber anderen Menschen, egal welcher Herkunft und welchen Glauben sie haben, ein helfendes Handeln an den Tag legen." Egal wie jung die Kinder auch sein mögen, es ist nie zu früh, den Nachwuchs an Gottes einzigartigen Geschichten teilhaben zu lassen. Die Damen vom Bibelkreis brachten den Mädels und Jungs die Bibel näher, vermittelten den Kindern ein Gefühl für die Zusammenhänge von Gottes wunderbaren Geschichten und ließen alle sinnbildlich im Glauben wachsen. Bei der anschließenden Bastelstunde, in der ein Kreuz aus Papier gefertigt wurde, und bei der Brotzeitausgabe mit Tee, Wasser, Muffins, Obst und Gemüse unterstützten Cordula Weiß, Inge Werner und Gabi Rieder. Durch eingelegte Pausen hielten die Erzähler das Interesse der Kinder aufrecht. Beeindruckt von den Bastelwerken zeigte sich bei einem Besuch auch Pfarrer Erwin Bauer, der alle Kinder und einige Eltern zu einer abschließenden Andacht einlud und die Kinder segnete. Bild von Silke Singer und Text von Karl Ziegler






 



Die Pfarrei könnte ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die vielfältigen Arbeiten nicht bewältigen. Deshalb sind die vielen Helferinnen und Helfer im Ehrenamt für jede Organisation ein wichtiges Gut. Einige dieser freiwillig tätigen Mitarbeiter sind die Begleiterinnen der Kinderkirche. Am Sonntag verabschiedete Pfarrer Erwin Bauer im Rahmen der Kinderkirche die langjährige ehrenamtliche Begleiterin Sonja Spangler. Die Diplom-Chemikerin gründete mit Stephanie Bulla 2008 die christliche Einrichtung. Die beiden Damen erstellten die ersten kirchlichen und geselligen Programme, das Grundkonzept der Kinderkirche. Beim Abschiednehmen bezeichnete Pfarrer Erwin Bauer die langjährige und äußerst zuverlässige Mitarbeiterin als Motor der Kinderkirche. "Frau Spangler hinterlässt ein gut bestelltes Haus und ich möchte ihr meine Anerkennung für ihre sinnvolle Tätigkeit aussprechen." Das Kinderkirchenteam stärkt die Mädchen und Jungen im Glauben und zudem werden die Kinder kreativ beschäftigt. Nach dem Motto "sag es mit Blumen" und als Zeichen der Freude überreichte Pfarrer Bauer einen bunten Strauß. Im Namen des Kindergartenteams dankte Silke Singer und im Namen des Familienkreises Pfarrgemeinderatsprecherin Agnes Härtl mit einer Flasche Wein und mit einem Blumenstrauß. Beide hoben die Beständigkeit und den rührigen Einsatz von Sonja Spangler hervor. "Wir sind uns sicher, dass wir dich bei auftauchenden Nöten und Sorgen jederzeit um Rat fragen dürfen" fügte Silke Singer an. "Ich habe die Kinderkirche immer gerne ausgearbeitet und mit dem Team umgesetzt, aber ich denke, es ist Zeit, mich neuen Aufgaben zuzuwenden. Zudem sind meine eigenen Kinder dem Kinderkirchenalter entwachsen." Ideal findet es Sonja Spangler, wenn Mütter oder auch Väter die Kinderkirche gestalten, die Kinder im passenden Alter haben und dadurch näher an den Interessen der Kinder sind und wissen, was so bewegen. "In der Kinderkirche arbeitet ein gut eingespieltes Team, denen eine große Sammlung ausgearbeiteter Themen zur Verfügung steht, und daher wird das Projekt KIKI bestens weitergeführt" fügte Frau Spangler an. Die Kinderkirche wird weiterhin von sechs Frauen, seit 2011 mit Kathrin Kulzer, ab 2012 mit Gabi Rieder, Cordula Weiß, Hannah Helm und seit März 2014 mit Silke Singer und Inge Werner verstärkt. Die Damen treffen sich außer dem Ferienmonat August monatlich am ersten Sonntag im Monat im Pfarrheim und gestalten gemeinsam die Kinderkirche, die abwechselnd von bis zu 25 Mädchen und Buben im Alter von 3 bis 9 Jahren besucht wird. Während der einstündigen Kinderkirche wird den Kindern der Ablauf und die Inhalte einer Messfeier, der Glaube an Gott und allgemein christliche Werte vermittelt. Zur Kinderkirche findet parallel die Familienmesse statt, so dass die Eltern entspannt in der Pfarrkirche am Gottesdienst teilnehmen oder den Mittagstisch für ihre Familie vorbereiten können. Unterdessen feiern die Kinder mit ihren Begleiterinnen mit Beten und Singen die Kinderkirche und nach einer halben Stunde ist basteln, malen und spielen angesagt. Meistens beschließt vor dem Abholen durch die Eltern eine Brotzeit mit Tee, Gemüse, Obst und Keksen den Vormittag. Bild und Text von Karl Ziegler.