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Seniorenrunde sucht neue Führung

Eslarn. Die Seniorenrunde "Goldene Oktober" besteht seit 30 Jahren und wird seither von Anna Schmucker und seit 13 Jahren zusammen mit Anita Weichselmann ehrenamtlich geleitet. Zum Jahresbeginn 2017 möchten die beiden Frauen die Führungsarbeit in andere Hände legen. "Beide haben über viele Jahre mit großem persönlichen Engagement die Seniorenrunde geleitet und dafür möchte ich beiden herzlichen Dank und Vergelts Gott sagen" so Pfarrer Erwin Bauer. Gleichzeitig sucht die Pfarrei zwecks Nachfolge ab 1.1.2017 interessierte Nachfolger/innen und bittet um Meldungen ans Pfarramt. "Es wäre schade, wenn es die Seniorenrunde nicht mehr geben würde" waren sich alle einige.
Die Seniorenrunde "Goldener Oktober" ist kein beitragspflichter Verein, sondern eine offene Gemeinschaft. Der unterhaltsamen Runde können sich alle interessierten Frauen und Männer ohne Altersbegrenzung anschließen, ohne eine Verpflichtung einzugehen. Die ersten Gespräche zur Gründung einer Seniorenrunde fanden 1986 zwischen dem damaligen Pfarrer Hugo Wagner und Anna Schmucker statt. Die Gründer/innen wollten ein Gefühl des Miteinander und Füreinander schaffen. Nach den Ideen von Pfarrer Wagner kümmerte sich das Pfarramt um das Programm und das Pächterehepaar Dagmar und Konrad Härtl im Pfarrheim "Sankt Marien" um die Bewirtung. Da für die Veranstaltungen noch Bedienungen erforderlich waren, bat Pfarrer Wagner die Mitgründer Anna Schmucker und Theresia Wolf um Unterstützung. Das Gründertreffen fand im Oktober 1986 am Kirchweihmontag statt. "Es waren zahlreiche Seniorinnen und Senioren anwesend und es wurde musiziert, getanzt und lustig gefeiert" erinnerte sich Anna Schmucker. Den Namen "Goldener Oktober" gab der Gruppe der wunderschöne sonnige Herbsttag im Gründungsoktober. Seither traf sich die Gruppe monatlich im Pfarrheim zu einem geselligen Beisammensein und zum Gedankenaustausch. "In den ersten Jahren waren auch Männer wie Josef Salomon und Johann Maier dabei, die musikalisch kräftig für Stimmung sorgten" erinnerte sich Mitgründerin Babette Maier an die ersten Stunden. Der Ablauf der Treffen blieb bis zur Erkrankung von Pfarrer Hugo Wagner unverändert. Nach der Verabschiedung des Ortspfarrers wurde es um den "Goldenen Oktober" einige Zeit still. Die Seniorenrunde wieder mit Leben erfüllte ab September 2003 der neue Pfarrer Erwin Bauer. "Die Seniorenrunde wollen wir wiederbeleben, aber mit neuem Gesicht" so Pfarrer Bauer. Im Rahmen einer Muttertagsfeier im Cafe Karl erhielt Leiterin Anna Schmucker mit Anita Weichselmann eine rührige Unterstützerin. Die Seniorenrunde erlebte mit neuen Ideen und erfrischenden Teamgeist einen Aufwärtstrend. In den Folgejahren verdoppelte sich die Teilnehmerzahl und die neue Seniorenleiterin stellte insbesondere die Werte der Frauen mit Familie, Erziehung und Beruf in den Mittelpunkt. Ein kleines Dankeschön an die Frauen erging mit der Einladung zu den Muttertagsfeiern. "Wir werden die Treffen nicht nur auf Feiertage beschränken, sondern auch wochentags gesellige Angebote anbieten und in verschiedene Lokale einladen" stellte Anita Weichselmann nach der Schließung des bewirtschafteten Pfarrheims fest. Außerdem ist die Seniorenrunde autark, finanziert sich selbst und ist niemandem Rechenschaft schuldig, fügten die Sprecherinnen an. Den erwirtschafteten Überschuss spendete die Gemeinschaft wie beispielsweise 2011 mit 300 Euro für die Pfarrheimrenovierung, für arme Kinder in Indien, der Ukraine, in Rumänien und für örtliche soziale und kirchliche Einrichtungen. "Die von Frauen in einer Aktion hergestellten warmen Strickdecken haben wir einem Haus für Straßenkinder in der Ukraine gespendet." Da Interessen zwangsläufig vielfältig sind, beinhaltete das abwechslungsreiche Jahresprogramm seit 30 Jahren Vorträge, Fahrten und nicht in Vergessenheit geraten sind die Erzählungen über die "Bayerischen Propheten", die angeblichen Weissagungen vom "Mühlhiasl" und Alois Irlmaier. Bei den Treffen kommt vor allem die Geselligkeit mit Musik und Humor nicht zu kurz. Fest eingeplant ist die Brauchtumspflege wie an Kirchweih und Ostern, sowie die Teilnahme an kirchliche Angeboten. Dass die Gemeinschaft auch zünftig feiern kann, beweist der Goldene Oktober vor allem am "Naschn Pfinsta" mit ihrem Hausmusiker "Stofferl" im Gasthaus Voit. Einer der vielen Höhepunkte waren der sommerliche heitere Melodienstrauß mit klassischen und volkstümlichen Weisen durch die "Lobkowitzer Schlossmusiker" und der Spielenachmittag mit zahlreichen Jugendlichen zusammen mit Rektor Josef Rauch aus Moosbach und Pfarrer Erwin Bauer. "Wir sind die Zukunft, möchte ich fast sagen und auch wir wollen wahrgenommen, ernst genommen und umworben werden, denn wir, die Rentner, werden in naher Zukunft in Überzahl sein" stellte Anita Weichselmann bei einem der vielen Treffen fest. Bereits Albert Schweitzer stellte laut Weichselmann fest: "Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand, denn niemand wird alt, weil er eine Anzahl von Jahren hinter sich gebracht, sondern seinen Idealen einfach Lebewohl gesagt hat." Es liegt daher in der Natur der Sache, dass die Gruppe selbst durch Krankheit und Tod einem stetigen Wandel unterliegt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Seniorenrunde erhielt Anna Schmucker für ihr ehrenamtliches Engagement 2011 von Prälat Domkapitular Peter Hubbauer im Namen des damaligen Bischofs Gerhard Ludwig die "Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille". "Anna Schmucker ist eine dieser Geburtshelferinnen, die ab der Gründung stets bescheiden, aber immer aktiv im Hintergrund steht." Ab 2017 nehmen Anna Schmucker und Anita Weichselmann ihren Abschied und die Seniorenrunde steht vor der Auflösung. Text und Bild von Karl




Pfarrer dankte Frauen im Ehrenamt

Eslarn. "Ich möchte heute zwei im Ehrenamt tätigen Frauen öffentlich danken und beiden für ihre Bemühungen eine Bibel mit aktueller Übersetzung schenken" so Pfarrer Erwin Bauer im Beisein kirchlicher Organisationen. Als süße Dreingabe zur "Heiligen Schrift" gab es Süßes vom Chocolatier. In dieser Bibel kann man auf separaten Seiten auch die Familienchronik vermerken. Seit Jahrzehnten bemühten sich Anna Schmucker und Anita Weichselmann um die Seniorengruppe vom Goldenen Oktober und boten bis Ende 2016 ein vielfältiges, auch geistiges Programm. Da Anna Schmucker wegen Krankheit leider nicht anwesend sein konnte, werden die Gaben nachgereicht. In ihren Dankesworten stellte Anita Weichselmann fest, dass die Gemeinschaft der Seniorenrunde das restliche Geld aus der Vereinskasse in Höhe von insgesamt 489,50 Euro dem Verein "Zukunft in Würde e.V." von Pfarrer Pennoraj Tharmakkan spenden wird. Der Priester aus Indien ist Pfarrer in Parkstein und war zuvor Kaplan in Eslarn und einige Monate Aushilfspriester in Schönsee. Pfarrer Pennoraj berichtete in mehreren Vorträgen von der Armut und Aussichtslosigkeit der Menschen im südindischen Bundesstaat Tamilnadu und gründete mit Gleichgesinnten die Indienhilfe. Als Gründungsmitglied und Schriftführerin ist auch Anita Weichselmann aus Eslarn im Verein mit Sitz in Schönsee tätig. Der indische Priester stammt selbst aus einer armen Fischerfamilie und weiß was richtige Armut bedeutet. Er hatte das Glück, dass ihm ein Schulbesuch und Theologiestudium ermöglicht werden konnte. Wie zu erfahren war, soll das Geld vom Goldenen Oktober für den Bau eines geplanten Seniorenheimes in der indischen Diözese Kottar verwendet werden. "Mit dem Betrag können zwei Senioren/innen für ein ganzes Jahr in dem Seniorenheim leben" beschreibt Anita Weichselmann den höheren Geldwert in Indien. Abschließend warb Pfarrer Erwin Bauer im Kreis der anwesenden Pfarrangehörigen um die Bereitschaft einer leitenden Nachfolgerin für die Seniorenrunde. "Es wäre schön, wenn sich jemand für die Leitung bereit erklären würde" fügte Pfarrer Bauer an. In diesem Ehrenamt könne jeder seine Talente mit all seinen Schwächen ausleben und einsetzen. Ein Dank ging nicht zuletzt an den katholischen Frauenbund, der die SeniorenInnen zu den Veranstaltungen wie zur Faschingsfeier in den Böhmerwald mit eingeladen habe. Text und Bild von Karl Ziegler


Humorvolle und nachdenkliche Autorenlesung
von Karl Ziegler

Die Autorin Lisa Stögbauer aus Parkstetten hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und reist angeregt und motiviert durch die enorme Resonanz durch ganz Bayern. Einige Einblicke in ihre Veröffentlichungen, mal humorvoll und mal nachdenklich gab die niederbayerische Mundartdichterin bei freiem Eintritt kürzlich bei der Seniorengruppe "Goldener Oktober" im Pfarrheim. "Der Ideengeber zu dieser Autorenlesung gaben die begeisterten Frauen des Landfrauenbundes" erklärte Anita Weichselmann als Sprecherin der Seniorengruppe.
Die Autorin verstand es von Beginn an die anwesenden Seniorinnen zu begeistern. Sie spannte den Bogen von lustigen zu nachdenklichen Gedichten, die manchmal auch Gänsehaut aufkommen lassen, und mit wenigen Worten, ohne auszuschweifen, inhaltlich viel aussagen. Die Lesung beinhaltete Gedanken und Gespräche mit "unserem" Herrgott aus dem Werk "da Herrgott und i". "Ich möchte damit unserem Herrgott für die wunderbare Gottesgabe, die er mir geschenkt hat, danken" begründete Lisa Stögbauer. Lustig und nachdenklich waren die aufgezeigten Gefühle zwischen 18 und 80 aus dem Buch "Heazklopfa". "Wia a Wunda, a kloans, man muass nua dawartn bis ma deaf startn, bis Zeit is füa di und a füa mi, drum sei af da huat und übaleg da des guat, sei imma bereit, denn irgendwann do kimmt dei Zeit." In der Vorlesung schilderte die Publizistin im Dialekt humorvolle Situationen aus dem Alltag, die auch zum Nachdenken anregten und aus der Zeit "wias früha so war". "Zruckdenga, nochdenga und a bissal vorausdenga, wia wichtig und wertvoll unsa Zeit und grod de Adventszeit imma wieda füa an jedn is." Die Autorin zitierte nicht nur aus ihren Büchern, sondern erzählte von den Hintergründen deren Entstehung oder vom Anlass, speziell über so manches Thema zu schreiben. Auch zu jedem Gedicht erzählte Stögbauer vorher eine Geschichte oder zeigte einige Gedanken auf, warum diese Zeilen entstanden sind und was sie damit aussagen möchte. Gedichte seien für sie zu einer Art Therapie geworden, in denen man Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen könne. "I schreib', solang's Hirn funktioniert", scherzte die Referentin. So habe auch jeder sein "Packerl" zu tragen. "Des Packerl tragt si ned jeden Tag gleich, denn es öffnen sich immer wieder neue Türen, in die man durchgehen darf." Das Leben sei einfach schön, auch was alles so passiert und wie sie immer weitergehen darf. In ihrem ersten Gedichtsband habe sich Lisa Stögbauer vieles von der Seele geschrieben und dabei automatisch einen Weg gefunden, leichter mit ihrem Packerl umzugehen. Stets habe sie einen Stift und Zettel als wichtigstes Utensil bei sich, um eine Idee sofort zu Papier zu bringen. Für die Autorin ist ihre Gabe ein Geschenk Gottes und nach ihrer Aussage: "Des is mei neie Sucht". Mit den selbstverfassten Gedichten und Lebensweisheiten füllte Lisa Stögbauer beim Goldenen Oktober einen schönen und unterhaltsamen Abend, den alle sichtlich genossen. Im Namen der Seniorinnen dankte Sprecherin Anita Weichselmann für die erfrischenden Ausführungen, mit denen sie vielen aus dem Herzen gesprochen habe.
Kurzbiografie der Autorin Stögbauer
Die niederbayerische Mundartdicherin Lisa Stögbauer wurde als viertes von sechs Kindern 1951 in Wegscheid bei Passau geboren, wohnt in Parkstetten bei Straubing, ist verheiratet und hat drei Kinder.
Die Gedanken aus ihrer Lebenserfahrung, über das alltägliche menschliche Miteinander und ihre Gottesgabe, alles in Reime zu vereinen, haben letztendlich den Ausschlag zum Schreiben gegeben. Der erste Gedichtsband "es ist wie es ist" erschien im Dezember 2005 und der zweite "ernsthaft glocht" im Dezember 2007. Dieser Band istim Oktober 2013 überarbeitet umfangreicher und fest gebunden neu erschienen. Im Oktober 2009 folgte der dritte Gedichtband "da Herrgott und i", 2012 die Geschichten und Gedichte "mei staade Zeit" und zum 10-jährigen Jubiläum das 5. Büchlein "Heazklopfa".


Die Seniorenrunde "Goldener Oktober" und einige freiwilligen Helferinnen unterstützen mit warmen Anziehsachen die Rumänenhilfe in Pemfling und ließen aus einer Leidenschaft eine Aktion der Hilfe für mittellose Menschen und vor allem für arme Kinder werden. 
Der Seniorenkreis "Goldener Oktober" sorgt sich vor Ort um ein kurzweiliges Angebot für ältere Menschen und unterstützt wiederholt arme Menschen in fernen Ländern. Während des Jahres fertigten die Nichtmitglieder Sieglinde Ziegler, Annemarie Schön und die Sprecherin der Senioren Anita Weichselmann mit den Mitgliedern Anna Schmucker und Erika Dunkl insgesamt 6 bunte Decken, 25 Paar warme Socken, etliche Mützen, Schals und Kinderjacken an. Die rührigen Frauen strickten und häkelten an vielen Tagen im Jahr, brachten es auf unzählige Stunden und opferten für die armen Menschen in den Südkarpaten gerne Zeit und Geld. Im Rahmen einer Veranstaltung präsentierte die Leiterin Anita Weichselmann die tollen Anziehsachen den Mitgliedern der Seniorenrunde "Goldener Oktober" und dankte dabei allen Helferinnen für die Unterstützung der hilfsbedürftigen Menschen in Rumänien. Die Mitglieder der Seniorenrunde waren von den vielen warmen und hübschen Sachen erstaunt und äußerten sich anerkennend zu dem hilfsbereiten Engagement. "Die warmen Anziehsachen gehen mit der Rumänienhilfe in Pemfling in die Karpaten" informierte Anita Weichselmann. Die Hilfsaktion in Pemfling machte sich mit Sprinter und Lastwagen voll beladen mit Hilfsgütern einige Male im Jahr auf den Weg in die Südkarpaten und bereitet vor Ort den armen Leuten eine Freude. Im Vordergrund der Aktion steht, ein wenig Licht in das ärmliche Leben der Familien bringen. Vor Ort in Lupeni übernimmt Pfarrer Attila Marthy und die Kraftfahrer die Verteilung der Hilfsgüter an bedürftige Familien. Die Familien kommen stets in Scharen zu den Kraftfahrern und freuen sich über die Wollsachen, Lebensmittel und sonstige Hilfsgüter. Die Kinderaugen zum Leuchten bringen verteilte Süßigkeiten, aber auch wärmende Kleidung. Dankbar für jede so kleine Gabe sind nicht zuletzt die Bewohner im Altenheim in Lupeni und Behindertenheim in Vulkan. Beim nächsten Transport nach Rumänien befinden sich unter den vielen Hilfsgütern auch die warmen Häkel- und Stricksachen von den tatkräftigen Damen aus Eslarn. Von Karl Ziegler

Die Seniorinnen erfreuten sich beim Adventnachmittag des "Goldenen Oktobers" im Pfarrheim "Sankt Marien" über leckeren Stollen mit Kaffee und Punsch,  über die  vorweihnachtlichen Geschichten und besinnlichen Klänge von der Veeh-Harfengruppe. Für eine perfekte Vorbereitung sorgten zweite Vorsitzende Anna Schmucker und Erika Dunkl. Kräftige Unterstützung beim Organisieren leistete Manfred Weichselmann. In den Reihen der Frauen konnte die Stellvertreterin besonders Pfarrer Erwin Bauer und Pfarrvikar Pennoraj begrüßen. Die Adventfeiern vor Weihnachten sind für die Senioren/innen eine ganz besondere Zeit, die nicht nur zum Nachdenken und zur Ruhe einlädt, sondern den älteren Menschen in der Gemeinschaft ein Gefühl des Nichtalleinseins vermittelt. Passend dazu erzählte Pfarrer Bauer die Geschichte von einer alleinlebenden Seniorin, die dem Zivildienstleistenden die frohe Botschaft vom guten Stern, ihrem persönlichen Himmelslicht erzählte. Von einem Stern, der vieles in Bewegung setzt, der Menschen ihre Sehnsucht entdecken lässt und den Weg zum Kind in Bethlehem, zur Ankunft des Himmels auf Erden weist. Dieser Stern führt auch dich, so die ältere Dame zu dem Zivi, auf den richtigen Weg. Den tiefsinnigen Gedanken  folgten musikalische Teile von der Veeh-Harfengruppe. Die Zitherspielerinnen Maria Schmucker, Diana Radlböck, Maria Fuchs, Elfriede Baier und Theresia Würfl sorgten mit empfänglichen Melodien für eine besinnliche Atmosphäre. Zur Überraschung aller Anwesenden gab es vom "Goldenen Oktober" nicht zuletzt für jeden ein kleines Weihnachtspäckchen mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Die Einladung zu einem Essen rundete den Seniorennachmittag köstlich und die gemütliche Runde unterhaltsam ab.

Text von Ziegler, Bild Pfarrei Eslarn

 

Das 25-jährige Jubiläum der Seniorenrunde "Goldener Oktober" war gekrönt durch die nicht alltägliche Verleihung der Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille an die stellvertretenden Leiterin Anna Schmucker. Die außergewöhnliche Auszeichnung nahm im Namen von Bischof Gerhard Ludwig stellvertretend Prälat Domkapitular Peter Hubbauer aus Regensburg im Rahmen des Festgottesdienstes vor. An die ersten Stunden der Seniorenrunde erinnerte Leiterin Anita Weichselmann im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins im Pfarrheim "Sankt Marien". 
Die Seniorenrunde des "Goldenen Oktobers" feierte am Sonntag das 25-jährige Bestehen und Leiterin Anita Weichselmann erinnerte im Beisein von 40 Besuchern an die Gründerzeit. Zum Festgottesdienst konnte Pfarrer Erwin Bauer mit dem Leiter des Seelsorgeamtes Prälat Domkapitular Peter Hubbauer aus Regensburg einen besonderen Gast willkommen heißen. Die beiden Priester dankten den Mitgliedern des "Goldenen Oktobers" für ihren Teamgeist, ihre Treue und ihr Engagement. "25 Jahre ist die Seniorenrunde alt, aber immer noch lebendig und aktiv im Leben der Pfarrgemeinde" bewunderte Prälat Hubbauer. Ein wesentliches Charakteristikum der katholischen Kirche sei, dass sie eine die ganze Welt umspannende Gemeinschaft von über einer Milliarde Menschen ist. "Jeden Sonntag erleben und spüren wir im Kleinen etwas von dieser Gemeinschaft, die einen tragen und Halt geben kann." Die Seniorenrunde sei seit einem viertel Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil und gebe ein deutliches Zeichen für ehrenamtliches Engagement in der Pfarrei. Zum aktiven Mitwirken biete die Kirche mit der Einladung zu den Gottesdiensten, zum Gebet, zum Lesen in der Heiligen Schrift, mit dem Empfang der Sakramente und zur tätigen Nächstenhilfe reichlich Hilfen. Ein Zeichen der christlichen Mitarbeit setze seit 25 Jahren Anna Schmucker stellvertretend für alle langjährigen Mitglieder. "In Anerkennung und Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Seniorenrunde überreiche ich Frau Anna Schmucker im Auftrag des Bischofs Gerhard Ludwig Müller die Johann-Michael-von-Sailer-Medaille." Die Medaille wurde auf Initiative des Domkapitels Regensburg im Jahr 1982 geprägt und wird vom Bischof an Gläubige für besondere Verdienste um das Bistum verliehen. Der kirchliche Würdenträger stellte fest, dass ohne das ehrenamtliche und christliche Engagement vieles in den Pfarreien nicht mehr laufen oder umgehen würde. Die Verleihung würdige stellvertretend die vielen tatkräftigen Menschen im Bistum und stelle einen besonderen Dank für die keineswegs selbstverständliche Einsatzbereitschaft dar. "Sie sind es, die sich oftmals im Verborgenem aufopfern und damit viel Gutes tun und Großes leisten." Dazu zähle auch die stellvertretende Leiterin Anna Schmucker. Zur hohen Auszeichnung gratulierten zudem Pfarrer Erwin Bauer und Leiterin Anita Weichselmann. "Die Runde hat mit den Jahren ihr Gesicht verändert, und es liegt in der Natur der Sache, dass die Gruppe selbst durch Krankheit und Tod einem stetigen Wandel unterliegt, aber ein paar Frauen der ersten Stunde sind doch immer noch dabei" stellte Leiterin Anita Weichselmann nach der Messfeier erfreut fest. Eine dieser Geburtshelferinnen ist Anna Schmucker, die ab der Gründung stets bescheiden, aber stets aktiv im Hintergrund stand. Im Oktober 1986 informierte Pfarrer Hugo Wagner von seinen Plänen, eine Seniorenrunde zu gründen. Für die Bewirtung stellte sich Dagmar Härtl, für die Programmgestaltung Pfarrer Wagner und für die Bedienung Anna Schmucker und Theresia Wolf zur Verfügung. "Leider ist Frau Wolf vor kurzem verstorben" fügte Weichselmann an. Das erste Treffen am Kirchweihmontag 1986 wurde passend zum Anlass ausgiebig mit bayerischer Musik gefeiert. "Den Namen der Runde gab ein sonniger Herbsttag im Oktober." Nach dem Tod von Pfarrer Wagner regte Pfarrer Bauer eine Wiederbelebung mit "neuem Gesicht" an. Die Leitung übernahmen Anita Weichselmann mit Stellvertreterin Anna Schmucker. Bei den monatlichen Treffs in verschiedenen Lokalen standen interessante Vorträge, Beratungen und Aufführungen, sowie die Einladung zu Rosenkränzen und Maiandachten auf dem Programm. Die Senioren/innen pflegten die Brauchtümer Kirchweih, Barbaratag, Fasching und Advent und informierten sich in Lichtbildervorträgen über den Wallfahrtsort Fatima in Portugal und der indischen Heimat von Pfarrvikar Pennoraj. Sehr gut kamen die Ausflüge in die Umgebung und ein Weinnachmittag mit Zithermusik an. "Wir sind autark, finanzieren uns selbst und unterstützen mit Spenden aus dem Überschuss Projekte in Indien und der Ukraine." Sehr gut kommen laut Weichselmann die selbst gefertigten Strickdecken für Straßenkinder in der Ukraine an. "Wir, die Rentner sind die Zukunft und werden in naher Zukunft in Überzahl sein. Leider werden wir in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, auch in der Kirche, oft übersehen. Aber auch wir wollen wahrgenommen, ernst genommen und umworben werden" fügte Leiterin Weichselmann an. Mit der Einladung zu einem kostenlosen Weißwurstessen und zu Kaffee und leckeren Kuchen klang der Jubeltag gemütlich aus. Zum Gelingen der Jubelfeier trugen musikalisch die vier Kripferten aus Schönsee mit einem abwechslungsreichen Repertoire bei. 

Ein herzliches Vergelts Gott im Dreierpack gab es von Pfarrer Erwin Bauer für den Seniorenkreis "Goldener Oktober", für den Familienkreis und eine anonyme Spenderin. Im Namen der Senioren spendete Sprecherin Anita Weichselmann 300 Euro für die Pfarrheimrenovierung. Der Betrag stammte aus Erlösen von Veranstaltungen und Spenden. Eine Spende von 800 Euro erhielt der Priester von einer gottgefälligen Katholikin, die unerkannt bleiben möchte. Ein Lob ging nicht zuletzt an Mitglieder des Familienkreises für die verzierte und an die Pfarrei gespendete Osterkerze. Der 1,20 Meter lange und 9 cm dicke Rohling stammt aus einer Kerzenfabrik in Waldmünchen und wurden von Lydia Bauer, Agnes Härtl und Sonja Spangler kunstvoll mit Symbolen bestückt. Die Frauen versammelten sich wie die Jünger, um die Jesuskerze, in der Christus gerade in der Osternacht geehrt wird. Beim Bastelabend brachten die Mütter verschiedene Symbole wie ein Kreuz mit der Jahreszahl an. Das Kreuzzeichen hat verschiedene Bedeutungen: Christus, gestern und heute (senkrechter Balken) - Anfang und Ende (Querbalken) - Alpha (über dem Kreuz) - und Omega (unter dem Kreuz). In der Osternacht sprach Pfarrer Bauer beim Einfügen der fünf Weihrauchkörner: "Durch seine heiligen Wunden, die leuchten in Herrlichkeit, behüte uns und bewahre uns Christus, der Herr. Amen." Der Geistliche trug die gesegnete und am Osterfeuer entzündete Osterkerze am Ostersamstag in die verdunkelte Kirche und brachte mit dem brennenden Symbol Christi Licht ins Dunkel. Im Namen der Pfarrei dankte Pfarrer Bauer allen Spendern für die herrlichen Ostergeschenke.   

Text und Bild Karl Ziegler

 

Veranstaltung am Dienstag, den 21. September 2010

Auf großes Interesse stieß ein Vortrag von Apotheker Martin Wolf zum Thema „Cholesterin & Co“ im Pfarrheim in Eslarn. Für viele war es schon beruhigend zu hören, dass das Cholesterin durchaus lebensnotwendig ist und vom Körper selbst produziert wird. Solange sich das „gute“ HDL – Cholesterin und das „schlechte“ LDL – Cholesterin im Körper die Waage halten, ist alles in Ordnung. Bedenklich wird es, wenn sich in den Adern Ablagerungen bilden, die dann Gefäßverengungen verursachen und das Infarktrisiko erhöhen. Körperliche Beschwerden treten leider erst ziemlich spät auf.

„Die größten Sünden werden in der Küche begangen“, so Fr. Nietzsche. Und daher ermutigte der Referent dazu, sich gesundheitsbewusst zu ernähren, d. h. fette und süße Speisen einzuschränken und Vollwertprodukten, Gemüse und Fisch den Vorzug zu geben. In der Küche sollten überwiegend ungesättigte Fettsäuren zum Einsatz kommen, wie sie in Rapsöl und Olivenöl enthalten sind, nicht Schmalz oder Butter. Zur vernünftigen Ernährung gehört aber auch ausreichende und regelmäßige Bewegung, um die Fettreserven zu verbrauchen.

Im Anschluss an den interessanten Vortrag hatten die Zuhörer noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Info – Material mit nach Hause zu nehmen.

 

Senioren unterstützen Hilfstransport in die Ukraine

In fleißiger Heimarbeit über Monate hinweg haben Frauen aus der Seniorenrunde "Goldener Oktober" aus Wollspenden sechs Decken gestrickt, die im April mit dem Hilfskonvoi des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine Altlandkreis Oberviechtach" nach Rivne gehen. Der Vorsitzende des Vereins, Anton Wild, hat versichert, dass alle Sach- und Geldspenden direkt an Bedürftige gehen, da die Organisatoren und Fahrer ehrenamtlich arbeiten. In Rivne, einer Stadt von etwa 140000 Einwohnern, gehen die Hilfspakete an ein Heim für Straßenkinder, ein Krankenhaus und an eine Sozialstation, die arme und alte Leute betreut. Außerdem wird ein deutscher Soldatenfriedhof mit Hilfe der Geldspenden gepflegt. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dass alle Spenden die Bedürftigen erreichen, kann in diesem Jahr den Hilfstransport in einem Bus begleiten.

Seniorenclub ging auf Reisen

Eslarn. Einen informativen Dienstagnachmittag in Oberviechtach erlebten 18 Frauen vom Seniorenkreis "Goldener Oktober". Mit von der Partie waren Pfarrer Erwin Bauer und Seniorenleiterin Anita Weichselmann. Die Führung durch das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum übernahm der ehemalige Bürgermeister Winfried Neuber. Am Treppenaufgang des Museums wurden die Gäste aus der Nachbargemeinde von einer lebensecht nachgebildeten Figur des in Oberviechtach bekanntesten Sohnes Johann Andreas Eisenbarth begrüßt. "Er erblickte am 27. März 1663 das Licht der Welt und ging als Doktor Eisenbarth in die Geschichte und in das Volksliedgut ein" erzählte Neuber. Die geschichtlichen Überlieferungen weisen nicht nur auf berühmte Persönlichkeiten und Eisenvorkommen rings um Oberviechtach hin, sondern vielmehr auf zahlreiche Goldvorkommen. Im Anschluss an die interessanten Ausführungen dankte Pfarrer Erwin Bauer dem versierten Wegbegleiter für die aufschlussreichen Erzählungen und den Frauen für die Teilnahme. Auf dem Programm stand nicht zuletzt eine Besichtigung der Stadtpfarrkirche "St. Johannes des Täufers". Eine gemütliche

Einkehr im Cafe "Eisenbarth" rundete den Besuch in Oberviechtach ab.

TEXT und BILD KARL ZIEGLER