Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des goldenen Oktobers Eslarn.

 

Goldenen Oktober mit Herbstgefühlen wiederbelebt
Eslarn. Eine gelungene Premiere feierte der neue Leiter des Seniorenkreises "Goldener Oktober" bei seinem ersten Unterhaltungsnachmittag. Der 20-jährige Syrer Isa Daoud, der den zahlreich anwesenden Damen viel Spaß und einen schönen Nachmittag wünschte, sorgte gemeinsam mit Anita Weichselmann und seiner Ziehmutter Gertraud Nickl mit Herbstgedichten und tollen Herbstbildern für einen interessanten Nachmittag und einen gelungenen Neubeginn. "Wir werden euch auch Bilder von unserem Isling zeigen." Für die außergewöhnlichen Sprachkenntnisse in Deutsch, auch im "Islouer" Dialekt erhielt Daoud kräftigen Beifall und wurde von den Seniorinnen sofort in die Herzen geschlossen. "Na frale", erwiderte er auf eine Anfrage. Viele bekannte Autoren wie Heiner Hessel und Anita Menger haben die Herbststimmung in Verse gefasst und in den Gedichten "Herbst" und "Herbstgedanken" in besinnlicher Weise aufgefangen. Die Zeilen trugen Nickl und Weichselmann vor, dagegen wählte Daoud das Gedicht "Septembermorgen" von Eduard Mörike: "Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen." Aber nicht nur herbstlichen Worten durften die Frauen lauschen, sondern während des Nachmittags tauchte der Eslarner aus Syrien die Schönheiten seiner neuen Wahlheimat und das Farbenspiel des Herbstes in Bilder. Die Seniorinnen bewunderten tolle Aufnahmen, darunter die beiden Kapellen Büchelberg und Goldberg im Herbstschleier. Gefallen fand vor allem der stattliche Sammelerfolg beim Pilzesuchen mit seinen anwesenden afrikanischen Freunden aus Eritrea. "In Syrien gibt es nicht so viele Pilze." Da die Tüte mit Pilzen prall gefüllt war, musste der Pullover vom "Glückspilz" erhalten. Die Bilder zeigten die Schönheiten in und um Eslarn, wobei der Hobbyfotograf die Seniorinnen vom "Goldenen Oktober" mit einem kleinen Ratespiel aktiv ins Geschehen mit einbezog. "Wo wurde diese Aufnahme gemacht und was befindet sich hinter den Bäumen." Ein weiterer Höhepunkt war das in arabisch vorgetragene nachdenklich stimmende Gedicht "Weniger Rosen" von Mahmud Darwisch. Der palästinensische zeitgenössische Dichter wird als poetische Stimme seines Volkes bezeichnet. "Eigentlich spricht Hasoud kurdisch, beherrscht aber auch arabisch" fügte Gertraud Nickl an. Auf die Aussage einer Seniorin, dass verstehen wir ja nicht, antwortete Hasoud spontan: "Dass kann ich euch lernen". Nach einem kurzen Witz von einem Pfarrer und seiner plötzlichen "Erscheinung" in der Kirche, vorgetragen von Anita Weichselmann, mündete der Nachmittag in einen gemütlichen "Kaffeeklatsch" und die Anwesenden ließen sich die leckeren Kuchen munden. Bild und Text von Karl Ziegler







Seniorenrunde sucht neue Führung

Eslarn. Die Seniorenrunde "Goldene Oktober" besteht seit 30 Jahren und wird seither von Anna Schmucker und seit 13 Jahren zusammen mit Anita Weichselmann ehrenamtlich geleitet. Zum Jahresbeginn 2017 möchten die beiden Frauen die Führungsarbeit in andere Hände legen. "Beide haben über viele Jahre mit großem persönlichen Engagement die Seniorenrunde geleitet und dafür möchte ich beiden herzlichen Dank und Vergelts Gott sagen" so Pfarrer Erwin Bauer. Gleichzeitig sucht die Pfarrei zwecks Nachfolge ab 1.1.2017 interessierte Nachfolger/innen und bittet um Meldungen ans Pfarramt. "Es wäre schade, wenn es die Seniorenrunde nicht mehr geben würde" waren sich alle einige.
Die Seniorenrunde "Goldener Oktober" ist kein beitragspflichter Verein, sondern eine offene Gemeinschaft. Der unterhaltsamen Runde können sich alle interessierten Frauen und Männer ohne Altersbegrenzung anschließen, ohne eine Verpflichtung einzugehen. Die ersten Gespräche zur Gründung einer Seniorenrunde fanden 1986 zwischen dem damaligen Pfarrer Hugo Wagner und Anna Schmucker statt. Die Gründer/innen wollten ein Gefühl des Miteinander und Füreinander schaffen. Nach den Ideen von Pfarrer Wagner kümmerte sich das Pfarramt um das Programm und das Pächterehepaar Dagmar und Konrad Härtl im Pfarrheim "Sankt Marien" um die Bewirtung. Da für die Veranstaltungen noch Bedienungen erforderlich waren, bat Pfarrer Wagner die Mitgründer Anna Schmucker und Theresia Wolf um Unterstützung. Das Gründertreffen fand im Oktober 1986 am Kirchweihmontag statt. "Es waren zahlreiche Seniorinnen und Senioren anwesend und es wurde musiziert, getanzt und lustig gefeiert" erinnerte sich Anna Schmucker. Den Namen "Goldener Oktober" gab der Gruppe der wunderschöne sonnige Herbsttag im Gründungsoktober. Seither traf sich die Gruppe monatlich im Pfarrheim zu einem geselligen Beisammensein und zum Gedankenaustausch. "In den ersten Jahren waren auch Männer wie Josef Salomon und Johann Maier dabei, die musikalisch kräftig für Stimmung sorgten" erinnerte sich Mitgründerin Babette Maier an die ersten Stunden. Der Ablauf der Treffen blieb bis zur Erkrankung von Pfarrer Hugo Wagner unverändert. Nach der Verabschiedung des Ortspfarrers wurde es um den "Goldenen Oktober" einige Zeit still. Die Seniorenrunde wieder mit Leben erfüllte ab September 2003 der neue Pfarrer Erwin Bauer. "Die Seniorenrunde wollen wir wiederbeleben, aber mit neuem Gesicht" so Pfarrer Bauer. Im Rahmen einer Muttertagsfeier im Cafe Karl erhielt Leiterin Anna Schmucker mit Anita Weichselmann eine rührige Unterstützerin. Die Seniorenrunde erlebte mit neuen Ideen und erfrischenden Teamgeist einen Aufwärtstrend. In den Folgejahren verdoppelte sich die Teilnehmerzahl und die neue Seniorenleiterin stellte insbesondere die Werte der Frauen mit Familie, Erziehung und Beruf in den Mittelpunkt. Ein kleines Dankeschön an die Frauen erging mit der Einladung zu den Muttertagsfeiern. "Wir werden die Treffen nicht nur auf Feiertage beschränken, sondern auch wochentags gesellige Angebote anbieten und in verschiedene Lokale einladen" stellte Anita Weichselmann nach der Schließung des bewirtschafteten Pfarrheims fest. Außerdem ist die Seniorenrunde autark, finanziert sich selbst und ist niemandem Rechenschaft schuldig, fügten die Sprecherinnen an. Den erwirtschafteten Überschuss spendete die Gemeinschaft wie beispielsweise 2011 mit 300 Euro für die Pfarrheimrenovierung, für arme Kinder in Indien, der Ukraine, in Rumänien und für örtliche soziale und kirchliche Einrichtungen. "Die von Frauen in einer Aktion hergestellten warmen Strickdecken haben wir einem Haus für Straßenkinder in der Ukraine gespendet." Da Interessen zwangsläufig vielfältig sind, beinhaltete das abwechslungsreiche Jahresprogramm seit 30 Jahren Vorträge, Fahrten und nicht in Vergessenheit geraten sind die Erzählungen über die "Bayerischen Propheten", die angeblichen Weissagungen vom "Mühlhiasl" und Alois Irlmaier. Bei den Treffen kommt vor allem die Geselligkeit mit Musik und Humor nicht zu kurz. Fest eingeplant ist die Brauchtumspflege wie an Kirchweih und Ostern, sowie die Teilnahme an kirchliche Angeboten. Dass die Gemeinschaft auch zünftig feiern kann, beweist der Goldene Oktober vor allem am "Naschn Pfinsta" mit ihrem Hausmusiker "Stofferl" im Gasthaus Voit. Einer der vielen Höhepunkte waren der sommerliche heitere Melodienstrauß mit klassischen und volkstümlichen Weisen durch die "Lobkowitzer Schlossmusiker" und der Spielenachmittag mit zahlreichen Jugendlichen zusammen mit Rektor Josef Rauch aus Moosbach und Pfarrer Erwin Bauer. "Wir sind die Zukunft, möchte ich fast sagen und auch wir wollen wahrgenommen, ernst genommen und umworben werden, denn wir, die Rentner, werden in naher Zukunft in Überzahl sein" stellte Anita Weichselmann bei einem der vielen Treffen fest. Bereits Albert Schweitzer stellte laut Weichselmann fest: "Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand, denn niemand wird alt, weil er eine Anzahl von Jahren hinter sich gebracht, sondern seinen Idealen einfach Lebewohl gesagt hat." Es liegt daher in der Natur der Sache, dass die Gruppe selbst durch Krankheit und Tod einem stetigen Wandel unterliegt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Seniorenrunde erhielt Anna Schmucker für ihr ehrenamtliches Engagement 2011 von Prälat Domkapitular Peter Hubbauer im Namen des damaligen Bischofs Gerhard Ludwig die "Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille". "Anna Schmucker ist eine dieser Geburtshelferinnen, die ab der Gründung stets bescheiden, aber immer aktiv im Hintergrund steht." Ab 2017 nehmen Anna Schmucker und Anita Weichselmann ihren Abschied und die Seniorenrunde steht vor der Auflösung. Text und Bild von Karl




Pfarrer dankte Frauen im Ehrenamt

Eslarn. "Ich möchte heute zwei im Ehrenamt tätigen Frauen öffentlich danken und beiden für ihre Bemühungen eine Bibel mit aktueller Übersetzung schenken" so Pfarrer Erwin Bauer im Beisein kirchlicher Organisationen. Als süße Dreingabe zur "Heiligen Schrift" gab es Süßes vom Chocolatier. In dieser Bibel kann man auf separaten Seiten auch die Familienchronik vermerken. Seit Jahrzehnten bemühten sich Anna Schmucker und Anita Weichselmann um die Seniorengruppe vom Goldenen Oktober und boten bis Ende 2016 ein vielfältiges, auch geistiges Programm. Da Anna Schmucker wegen Krankheit leider nicht anwesend sein konnte, werden die Gaben nachgereicht. In ihren Dankesworten stellte Anita Weichselmann fest, dass die Gemeinschaft der Seniorenrunde das restliche Geld aus der Vereinskasse in Höhe von insgesamt 489,50 Euro dem Verein "Zukunft in Würde e.V." von Pfarrer Pennoraj Tharmakkan spenden wird. Der Priester aus Indien ist Pfarrer in Parkstein und war zuvor Kaplan in Eslarn und einige Monate Aushilfspriester in Schönsee. Pfarrer Pennoraj berichtete in mehreren Vorträgen von der Armut und Aussichtslosigkeit der Menschen im südindischen Bundesstaat Tamilnadu und gründete mit Gleichgesinnten die Indienhilfe. Als Gründungsmitglied und Schriftführerin ist auch Anita Weichselmann aus Eslarn im Verein mit Sitz in Schönsee tätig. Der indische Priester stammt selbst aus einer armen Fischerfamilie und weiß was richtige Armut bedeutet. Er hatte das Glück, dass ihm ein Schulbesuch und Theologiestudium ermöglicht werden konnte. Wie zu erfahren war, soll das Geld vom Goldenen Oktober für den Bau eines geplanten Seniorenheimes in der indischen Diözese Kottar verwendet werden. "Mit dem Betrag können zwei Senioren/innen für ein ganzes Jahr in dem Seniorenheim leben" beschreibt Anita Weichselmann den höheren Geldwert in Indien. Abschließend warb Pfarrer Erwin Bauer im Kreis der anwesenden Pfarrangehörigen um die Bereitschaft einer leitenden Nachfolgerin für die Seniorenrunde. "Es wäre schön, wenn sich jemand für die Leitung bereit erklären würde" fügte Pfarrer Bauer an. In diesem Ehrenamt könne jeder seine Talente mit all seinen Schwächen ausleben und einsetzen. Ein Dank ging nicht zuletzt an den katholischen Frauenbund, der die SeniorenInnen zu den Veranstaltungen wie zur Faschingsfeier in den Böhmerwald mit eingeladen habe. Text und Bild von Karl Ziegler