Kirchenverwaltung setzt auf neue und erhaltungswürdige Projekte
von Karl Ziegler
Die katholische Pfarrei plant in die Zukunft und dankt langjährigen Mitarbeitern mit beeindruckenden süßen Geschenken. Erfreulich in diesem Jahr ist vor allem der zweimalige Besuch von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer.
"Wir sind Kirche und tragen unseren Glauben in die Öffentlichkeit" begrüßte Kirchenpfleger Anton Hochwart bei der Pfarrversammlung die Anwesenden im Pfarrheim "Sankt Marien". Die Kirchengemeinde um Pfarrer Erwin Bauer lebendig halten vor allem die kirchlichen Vereine und Gremien, die zahlreichen Helfer/innen und das Personal. Zur Diskussion steht eine öffentliche Toilettenanlage, die in der Nebensakristei installiert werden soll und in dem Zusammenhang Architekt Christian Schönberger drei Konzepte erstellte. Da die Toiletten im Gesamtkonzept "Marktplatz" im Rahmen der Städtebauförderung ein Bauabschnitt sind, trafen sich im Vorfeld Pfarrer Erwin Bauer, Bürgermeister Reiner Gäbl, Architekt Christian Schönberger und Städtebauplaner Martin Gebhardt zum Gedankenaustausch. "Es muss vernünftig und in Ruhe geplant und die Vorschläge ausgearbeitet werden, um eine günstige Lösung zu erreichen" so Pfarrer Bauer. Die Kosten für die Toilettenanlage mit Vorplatz für die Kirchenbesucher werden auf etwa 100.000,- Euro geschätzt. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Vorschriften der Barrierefreiheit und den behindertengerechten Ausbau gelegt. Da im Gebälk der Sebastiankapelle am Friedhof, im Kloster und im Kindergarten regelrecht der "Wurm" drin ist, stehen hier Sanierungen an. Die Kosten für die Schädlingsbekämpfung mit Heißluft belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Das Heißluftverfahren ist eine thermische, rein physikalische Bekämpfungsmethode, bei der kein Gift eingesetzt wird. Durch die mit heißer Luft erwärmten Hölzer gehen tierische Holzschädlinge in allen Entwicklungsstadien zuverlässig zugrunde. "Die Sanierungen sind notwendig und die Arbeiten sollen demnächst ausgeschrieben werden" fügte Hochwart an. Die finanzielle Situation der katholischen Kirchenstiftung und die Betriebskostenabrechnung des Kindergartens erläuterte Hans Bauer. Der Financier der Kirchenverwaltung erklärte, dass die Einnahmen von der Diözese in den kommenden Jahren weiter zurückgehen und zeitgleich die Ausgaben ansteigen werden. Die genauen Zuschüsse der Diözese für 2018 sind derzeit noch nicht bekannt. Besorgt sind die kirchlichen Vertreter vor allem über den demografischen Wandel und im Allgemeinen über die Kirchenaustritte. "Die Planungen befinden sich auf einem guten Weg, denn Stillstand bedeutet Rückschritt" stellte Pfarrer Erwin Bauer fest und dankte den beiden Sprechern für die ausführlichen Berichte. "Ich möchte vor allem den Spendern, allen Mitarbeitern/innen und Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung danken" fügte der Geistliche an. Erfreulich sei, dass der Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zweimal nach Eslarn kommt. Das Kirchenoberhaupt der Diözese besichtigt am 25. April zum Abschluss der sogenannten großen Visitation einen örtlichen Betrieb und spendet am 20. Juni den Jugendlichen das Sakrament der Firmung. "Bravourös gemeistert wurde die Pfarrgemeinderatswahl und wir können stolz sein, dass sich so viele Kandidaten zur Wahl gestellt haben." Dieses gezeigte Engagement erhofft man sich auch bei den Wahlen zur Kirchenverwaltung am 18.11.2018. Als Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Priester und Laien sieht Pfarrer Bauer vor allem die gegenseitige Wertschätzung und das engagierte Wirken nach außen hin. Der Höhepunkt der Pfarrversammlung waren Danksagungen an verdiente Mitarbeiter. Der Leiter des Kirchenchors Diplommusiker Stefan Karl schied nach 5-jährigen Wirkens als Chorleiter auf eigenen Wunsch aus. Als Anerkennung erhielt Karl einen Geschenkkorb mit ausgefallenen Biersorten und einen Gutschein. Die Chorproben übernahm vorübergehend Dekanatsmusikerin Susanne Schieder aus Georgenberg. Die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäte durften sich über eine süße Besonderheit, einem essbaren Hochaltar aus Schokolade zusammen mit einer Urkunde freuen. Insgesamt 4 Jahre im Gremium waren Rosemarie Frischmann, Beate Roth, Herbert Lanz und Peter Hummer. Ein besonderer Dank ging an Anneliese Kleber für 8 Jahre und an Doris Wild und Georg Kulzer für jeweils 12 Jahre. Einen nicht alltäglichen Blumentopf aus weißer Schokolade bekam Silke Singer für 6-jährige Tätigkeit im Kinderkirchenteam, davon 3 Jahre als Leiterin. Die Pfarrversammlung mündete in ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und eine konstruktive Diskussion.

Einen würdevollen Abschied vom Kirchenpfleger und vier Kirchenverwaltungsräten organisierte Pfarrer Erwin Bauer mit dem neuen Kirchenpfleger Anton Hochwart. "Die Dankurkunde und die kleinen Geschenke sind äußere Zeichen der Anerkennung für eine im Ehrenamt geleistete Mitarbeit" stellte Pfarrer Bauer fest.

Gemeinsam mit der neuformierten Kirchenverwaltung dankte der Gremiumsvorsitzende im Beisein von Pfarrvikar Benny allen ehemaligen Kirchenräten für die geleistete Arbeit und für die Übernahme eines Ehrenamtes. "In Anerkennung ihrer Verdienste überreiche ich ihnen eine Ehrenurkunden, eine süße Dreingabe und einen Bildband mit den schönsten Kirchen und Klöstern der Alpenländer" würdigte Pfarrer Bauer das Engagement des Kirchenpflegers Hans-Jürgen Schnappauf. "Der Kirchenpfleger übernahm sechs Jahre in der Pfarrei Verantwortung und war ein guter Baumeister, so dass sein Nachfolger aufgrund der hervorragenden Vorbereitungen das Werk jetzt vollenden kann." Ein Dank für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirchenverwaltung ging nicht zuletzt an Martina Würfl für 5, an Thomas Häusler und Hans Kleber für jeweils 6 Jahre. Die Urkunde für den entschuldigten Martin Lang für 4-jährige Mitarbeit wird nachgereicht. Nach dem sich die Männer über ein versüßtes Vergelts Gott in Form von Pralinen freuen durften, gab es für Martina Würfl einen originellen zuckersüßen Frauenschuh. "Der essbare Schuh wurde aus Marzipan und Schokolade geformt" informierte Pfarrer Bauer. In die Amtszeit der fünf Kirchenräte fiel vor allem die Pfarrheimsanierung mit der Installierung des neuen Pfarrbüros und der Baubeginn der Kinderkrippe. "Wir haben mit leidenschaftlichen Miteinander gemeinsam großes vollbracht" stellte Pfarrer Bauer zufrieden fest. Der Vorsitzende der Kirchenverwaltung bescheinigte stets vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und würdigte die demokratisch und mehrheitlich getroffenen Entscheidungen. Von Karl Ziegler